[via: pcgames.de]
Liebe Medienpartner, Kollegen und Freunde,
in dieser Situation die richtigen Worte zu finden, fällt uns sehr schwer. Wir sind von den Ereignissen in Winnenden tief erschüttert. Jeder von uns hat Freunde und Bekannte in Winnenden und der Schock sitzt immer noch tief. Wie alle Menschen fühlen wir uns benommen und wollen eigentlich nur schweigen. Aufgrund der zahlreichen Presseanfragen möchten wir im Kontext der gestrigen, grausamen Ereignisse trotzdem hiermit eine kurze Stellungnahme zu unserem Künstler KAAS und seinem Album “Amokzahltag
” abgeben.
Wir haben gestern aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen und um weitere Missverständnisse zu vermeiden, das Musikvideo “Amok Zahltag” unseres Künstlers KAAS überall dort, wo es uns möglich war, offline genommen. Das Lied unseres Künstlers befasst sich thematisch mit einen Amoklauf eines Schülers an seiner Schule. Die Intention des Songs ist es, überspitzt und anschaulich, sprachlich direkt und provokativ – somit letztlich auch vereinfacht – auf ein komplexes Thema aufmerksam zu machen und zur Diskussion zu stellen, was sich seit den brutalen Amokläufen in Columbine 1999 und Erfurt 2002 ins gesellschaftliche Bewusstsein gedrängt hat. Zur bildlichen Umsetzung werden in dem dazu gehörenden Musikvideo verschiedene Szenen aus dem Diplom-Abschlussfilm „Amok“ von Peter Lenkeit der Lazi-Akademie Esslingen eingeblendet.
…am Beispiel einer Panorama Sendung, eine Produktion des NDR und ausgestrahlt am 5.4.2007 im Ersten Deutschen Fernsehen.
Spiel ohne Grenzen – wenn Computersucht die Kindheit zerstört
“Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzten vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.”
Nach Martin Morlock, (1977): Hohe Schule der Verführung. Ein Handbuch der Demagogie. Econ Verlag: Wien/Düsseldorf, S.24
siehe auch hier
Quelle: Wikipedia
Es reicht für einen guten Egoshooter nicht aus, einfach nur ein Killerspiel zu sein. Nein jetzt muss es mindestens noch ein Nazi und Faschismus verherrlichendes Spiel wie z.B. Call Of Duty sein, um ahnungslose Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen.
Panorama – eine Produktion des WDR berichtete in seiner aktuellsten Ausgabe ebenfalls über das brutale Spiel “Der Pate”. Ziel des Spieles sei es so viel wie möglich Frauen zu vergewaltigen.
Das eine so peinliche Fernsehproduktion von unseren GEZ Gebühren finanziert nicht auch noch über den König der Killerspiele Counterstrike herzieht mag wohl daran liegen, dass Günther Beckstein in einem Stern Interview höchst persönlich von einem Verbot von Counterstrike absieht.
Mit einem ablehnenden Lächeln über die Drohungen der Spiele-Entwickler Deutschland zu verlassen beendet die Moderatorin den hetzerischen Beitrag. Nach dem Beitrag befragt(e) Panorama in seiner Online Umfrage die Zuschauer: Sollen diese Killerspiele verboten werden?. Da kann ich nur über das Ergebnis lächeln !!!
Laut einer heutigen Pressemitteilung wollen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Armin Laschet, Familienminister in Nordrhein-Westfalen, ein Sofortprogramm zum besseren Jugendschutz starten. Mit dieser Aktion soll der Bayrische Gesetzesvorstoss verhindert werden.
Das Hauptanliegen dieses Sofortprogramms besteht darin, einen sinnvollen Schutz für Kinder und Jugendliche vor gewaltverherrlichenden Medien zu bieten, ohne dabei Computerspiele zu verteufeln und Erwachsenen ihrer Selbstbestimmung zu berauben.
In dem Programm soll sich der Ankauf von Spielen und Filmen mit Gewaltinhalten deutlich erschweren. Per Definition werden die Medien, die “von Gewalt bestimmt werden”, unter ein automatisches Verkaufsverbot für Minderjährige fallen. Auch die die BPjM würde diese Titel nicht mehr prüfen und ein Händler, der solche Spiele an Kinder und Jugendliche unter 18 verkauft, macht sich strafbar.

Nach dem letzten Amoklauf eines Schüler in Emsdetten hat sich in Deutschland viel getan. Politiker, Populisten und Moralapostel haben sich vereint um die Schuld für solche Taten sogenannten Killerspielen in die Schuhe zu schieben.
Bayern macht nun ernst und hat gestern den »Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Jugendschutzes« eingereicht. In einer der nächsten Bundesratssitzungen wird der Entwurf dann ausführlich behandelt werden.
Es ist wieder einmal soweit … die deutsche Politik fordert ein Verbot für gewaltverherrlichende Computerspiele. Als gäbe es nicht wichtiger Dinge in unserem Land.
DIE WELT berichtete in ihrer gestrigen Ausgabe wiedereinmal über die Vorstöße einiger CDU und CSU Politiker darunter Herr Beckstein, welche ein präventives Verbot von sogenannten Killerspielen fordern. "Bei den Methoden könne man sich an der Verfolgung von Kinderpornographie orienthieren".
Bereits Ende letzten Jahres würde über ein Verbot von Counterstrike und Co im Rahmen des Koalitionsvertrages zwischen SPD und CDU diskutiert. Experten halten eine solche Maßnahme für unangemessen und unnötig, da wir in Deutschland bei Computerspielen den schärfsten Jugendschutz haben.
Das liebste Argument der Politiker ist wiedereinmal der Amoklauf von Robert Steinhäuser im April 2002. Damals fand man in der Wohnung des sich selbst gerichteten Amokläufers das Computerspiel Counterstrike.
In der selbigen Ausgabe der WELT (Seite 4) wurden noch weitere Restriktionsthemen behandelt.
Hier einmal kurz die Überschriften dieser Artikel auf Seite 4 DIE WELT:
" Bund kann öffentliche Rauchverbote nicht allein umsetzen "
" Stoiber fordert härtere Strafen für Gotteslästerung "
" Sanktionen gegen unwillige Erntehelfer "
" Killerspiele sollen verboten werden "
http://www.welt.de/data/2006/06/20/923731.html














