Biografie Horst Janssen Griffelkunst
14. November 1929
Horst Janssen wird in Hamburg geboren. Mutter Martha, die lange Zeit das Kind vor Ihren Eltern verschwiegen hat, war auf dem zwischen Weg von Oldenburg nach Berlin als die Wehen einsetzten. Nach dem Krankenhaus Aufenthalt gingen Sie wieder nach Oldenburg und bezogen eine Wohnung ein paar Häuserblocks weiter entfernt von dem Elternhaus. Nach dem die Heimlichtuerei durch eine neugierige Gemeindeschwester aufgeflogen war und der Großvater Fritz Janssen so langsam den jungen Horst lieb gewann, beschlossen sie den kleinen gemeinsam aufzuziehen. Er wird von seinem Großvater adoptiert und lernt seinen leiblichen Vater allerdings nie kennen.
1939
Mit zehn Jahren muss der noch junge Horst die erste Bekanntschaft mit der Tragik des Lebens treffen. Sein bis zu diesem Zeitpunkt behütetes Leben und sorgenfreie Kindheit nahm ein rasches Ende, denn der Großvater starb in diesem Jahr. Die Mutter erkrankte ebenfalls an Schwindsucht und selbst kleine Aufgaben wie das Aufräumen der Wohnung wurde immer schwieriger, nur mit äußerster Kraftanstrengen gestaltete sich das Leben lebenswert. Dazu kamen noch die schwierigen Verhältnisse mit der Oma. Die dazu führten, dass die Mutter Marthas entschloss zu eines Ihrer anderen Kinder zu ziehen. Ein weiteres Problem in Horsts Kindheit war der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
Horst Janssen Kindheit war, bis zu diesem Zeitpunkt, voller Liebe. Er wurde von seinen Großeltern ein wenig verzogen und verzärtelt. Doch ein fehlendes Teil zum vollständigen Familienglück bestand über seine Kindheit hinaus. Das Fehlen des Vaters ist für ihn immer ein Problem gewesen. Die Mutter bemühte sich zwar in beide Rollen zu schlüpfen doch konnte Sie zu keinem Zeitpunkt den Fehlenden Part zu hundert Prozent ergänzen.
1941-1945
Durch den Tod des Großvaters, entschied nun das Vormundschaftsgericht über ihn. Doch schon bald sollte er vollständig aus dem Familienleben herausgerissen werden und von seiner Mutter getrennt sein. Mit 11 Jahren wurde er als einer von wenigen in die Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) einberufen, was durchaus in den damaligen Verhältnissen eine Auszeichnung darstellte. Für Horst waren die Umstände in diesen Gemäuern zunächst ein extremer Schock. Das Leben wandelte sich, aus früheren „Legeren“ Zeiten wurden streng „Uniformierte“ Zeiten. Es gab einen geregelten Tagesablauf. Aufstehen, Frühstücken, Unterricht, Gemeinschaftsessen, Mittagschlaf, „Freizeit“, Abendbrot, Appell und Bettruhe um Neun.
Mit zwanzig Jahren Erinnert sich Janssen: „Es war alles neu und machte mir Spaß.“ Dreißig Jahre später sagte er dazu: „Es war ein böses Himmelreich auf Erden.“
Die NAPOLA war nun sozusagen seine neue Familie geworden, Zucht und Ordnung als Tagesablauf und er wurde zur Elite ausgebildet, welche die künftigen Parteifunktionäre darstellten. Die NAPOLA darf nicht mit den Adolf-Hitler Schulen verglichen werden. Diese Schulen dienten zur Erziehung der SS Soldaten. Horst Janssen wurde in dieser Anstallt in den Fächern Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Biologie und Fremdsprachen gelehrt. Mit dem Ende der Ausbildung hatten Sie ein Reifezeugnis. Die Gehirnwäsche war ebenso ein Druckmittel in dieser Anstallt. Es kam häufig vor das Horst gefragt wurde ob er die Anstallt verlassen wolle. Doch er verneinte diese Schikanen immer mit: „Nein, Herr Hundertschaftsführer!“
Schon in dieser schwierigen Zeit des Politischen Drills und dem Zweiten Weltkrieg entdeckte der Jungmann Janssen die Kunst für sich. Horst Janssen war schon damals ein Begnadeter Zeichner aber der Anstaltsleiter sah diese als Abweichung der Norm und somit eine Gefahr für die allgemeine Disziplin. Er wurde schikaniert und fertig gemacht. Erst als sich der Zeichenlehrer Wienhausen für ihn einsetzte, wurde er in Ruhe gelassen. Horst Janssen kam so gut wie mit allen Kameraden in der Anstallt aus. Einen Besonderen Draht pflegte er zu seinem Zeichenlehrer. In einer versteckten Bibliothek, in dieser Anstallt, wälzten sie sogar stundenlang zusammen in Büchern über „entarteter Kunst“ und Horst hatte somit schon im frühen Lebensalter Kontakt zu anderen Formen der Kunst. Wienhausen lehrte im die grafische Kunst, den Umgang mit dem Tuschkasten und der Farbe. Schon früh am Morgen wurde der Junge Janssen mit künstlerischen Aufgaben konfrontiert, während seine Kameraden auf dem Weg in den Waschraum waren, entzog der Lehrer Wienhausen den Jungen seiner Gruppe und zeigte ihm die Hasenwiese in der Morgensonne. Doch die wenigen frühen Schülerarbeiten von Horst Janssen verraten lediglich Begabung und keine Frühgenialität. 1943 starb seine Mutter und Horst unternahm zwei kleinere Reisen. Die eine zu seiner Kusine nach Bad Gandersheim und eine Weitere zu seiner Tante nach Hamburg. In den Sommerferien allerdings blieb er die ganze Zeit über allein in der Anstallt zurück, während seine Kameraden bei ihren Familien waren. Einmal nahm ihn sein Zeichenlehrer mit nach Münster, kurz nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Er wollte den Jungen eine andere Welt, weit entfernt von der NAPOLA-Ideologie zeigen. Sie durchstreiften das Land und arbeiteten mit Pinsel und Bleistift.
Da die Situation in Deutschland sich zu dem Ende des Krieges immer weiter verschlimmerte und es eh keine bessere Schulausbildung gab, blieb er bis zum Schluss. Die Situation in der Anstallt verschlechterte sich zunehmend. Es drohte die Gefahr von Luftangriffen bombardiert zu werden und die Westfront rückte immer näher heran. Die Zeiten in der NAPOLA on Haselünnen waren gezählt und die verbliebenen dreißig Jungen bestiegen ein Flakzug und fuhren zur Anstallt nach Plön. Dort nächtigten sie Tag ein Tag aus in einem Keller. Als es immer schwieriger wurde an Nahrungsmittel zu kommen glaubte auch Horst Janssen nicht mehr an den Endsieg und er verließ Plön zusammen mit Ludwig Runne auf eigene Faust. Vier Tage liefen sie zu Fuß nach Hamburg zu seiner Tante Anna.

Es handelt sich hierbei um einen Auszug aus meiner Facharbeit, wenn ihr mehr über Horst Janssen erfahren wollt kontaktiert mich einfach!
Facharbeit
In der Fachrichtung: Gestalten
Im Fach: Gestalten und Kunstbetrachtung
Author: Christoph Bolze
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Kruppi schrieb,
Anonym schrieb,
JO also die biografie ist eigentlich in ordnung was ich nur vermisse ist das ende !! Und was mir auch noch aufgefallen ist das du nicht erwähnt hast das der HORST ein ALKI war und deswegen die Abreit “Hannas Tod” entstanden ist: Naja nicht nur wegen des alkoholproblems auch wegen dem text von hermann hesse aber der zustand der dort beschrieben wurde von dem tubaculose partienten ähnelte seinem eigenem körperzustand und hat natürlich auch noch die parallele zu seiner an tubaculose verstorbenen muter naja ich will deine arbeit nicht schlecht machen die is klasse nur das sollte man schon noch wissen
HARE schrieb,
Also dazu kann ich nur sagen, es stimmt natürlich was du geschrieben hast und es freut mich das ich hier noch ein freund von horst janssen gefunden habe … zu dem inhalt der noch fehlt kann ich mich nur verteitigen und schreiben: “Es handelt sich hierbei um einen Auszug aus meiner Facharbeit, wenn ihr mehr über Horst Janssen erfahren wollt kontaktiert mich einfach!” so mein letzter satz.
ich hätte hier noch viel niederschreiben können … z.b. die balkon-tragödie oder das er nicht nur ein alki war sondern ein ziemlich jähzorniger zeitgenosse.
aber nicht desto trotz einer meiner absoluten lieblings künstler.
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WTF, wo ist das Ende? Wenn das der Herr Hundertschaftsführer mitbekommen hätte
Ansonsten finde ich deine Facharbeit gut geschrieben, allerdings ist es am Anfang ein bisschen schwer rein zukommen was sich dann aber mit den Absätzen gibt. Alles in allem ne runde Sache und ein Stilbruch wie man es nicht anders erwartet im Macromafia Blog 