Leg Dich nicht mit Zohan an - Ab 14. August 2008 im Kino
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03.06.2008 | 10:48 Uhr | 98 Views · Veröffentlicht von Kruppi in Kinotrailer




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Deutschland hat in vielen Bereichen des technologischen Fortschrittes bereits den Zug verpasst. Auch im Bereich der Entertainment Software hinkt Deutschland dem Rest der Welt hinterher. In Japan und den USA konzentrieren sich die Innovationen im Bereich der Entwicklung von Computerspielen. Ein wichtiger Wirtschaftsektor wenn man bedenkt das die Umsätze der Spieleindustrie schon seit einigen Jahren die Filmbranche samt Hollywood überholt haben.
Ziemlich einsam aber erfolgreich stellt sich ein deutsches Entwicklerteam der weltweiten Konkurrenz. Das Spieleentwicklungsunternehmen CRYTEK GmbH wurde 1999 von drei Söhnen eines türkischstämmigen Gastarbeiters in Coburg gegründet und ist zur Zeit die erfolgreichste Game-Schmiede Deutschlands.
Das Erstlingswerk von Crytek ist der EgoShooter FarCry, der im April 2004 auf den Markt kam und ein Welterfolg mit 2,4 Millionen verkauften Exemplaren zum Vollpreis wurde. Die für das Spiel eigens entwickelte Grafik-Engine galt zu dieser Zeit als technologisch höchst fortschrittlich und war einzigartig für ihre realistische Darstellung von Außenwelten.
Gegenwärtig entwickelt Crytek den Ego-Shooter Crysis in Zusammenarbeit mit dem Weltgrößten Computerspielepublisher Elektronic Arts. Das Entwicklungsbudget dafür soll 17 bis 20Millionen Euro betragen, womit Crysis das bisher teuerste in Deutschland produzierte Computerspiel wäre.
Auf der diesjährigen Games Developer Conference (vom 5. bis 9. März 2007) in San Francisco will das Studio kräftig die Werbetrommel für die im Ego-Shooter Crysis verwendete CryEngine 2 rühren. Im Gegensatz zur 2004 Entwickelten CryEngine 1 soll die neue Grafikengine auch auf der Playstation3 und der Spielekonsole Wii eingesetzt werden. Der Spieleindustrie ist jetzt schon klar: Crysis und die CryEngine2 werden ein internationaler Kassenschlager weit über die Erfolge von FarCry 2004 hinaus sein.
Nur ein Thema beunruhigt die Spiele-Macher zur Zeit, die aktuelle Killerspiele Debatte in Deutschland. Nach dem Amoklauf des 18jährigen Sebastian Bosse an seiner ehemaligen Schule hatten vor allem Unions-Politiker ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von so genannten »Killerspielen« gefordert. Laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages wäre ein solches Verbot rechtlich möglich. Bayern hat bereits gehandelt und einen Gesetzsantrag im Bundesrat eingereicht.
Firmenmitgründer Cevat Yerli: "Wenn [Crysis] verboten wird, dann gibt es Crytek in Deutschland vielleicht nicht mehr. Das heißt wir würden raus hier, auswandern".den Angesichts der Förderprogramme in anderen EU-Staaten oder Nord Amerika dürfte es Crytek kaum schwer fallen, eine neuen Sitz für ihre Firma zu finden.