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Dokumentation - “Das Schweigen der Quandts”


Grausam o.OSchlecht :-(Geht so ...Nice !Yeehaa !!!
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Tw1sT schrieb,

14. Dezember 2007 @ 17:17 Uhr

Top Reportage! Sollte sich wirklich jeder mal ansehen.

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Erich Gengerke schrieb,

13. September 2008 @ 14:48 Uhr

Es geht um eine Familie, viel Geld und viele Tote. Es geht um die unrechtmäßige Aneignung fremden Besitzes, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern, deren irreversible gesundheitliche Schädigung und ihren Tod billigend in Kauf nehmend.

Beschreibungen von Familien in dieser Qualität kennt man gewöhnlich eher
aus dem süditalienischen Kulturkreis. Das Schweigen nennt man dort omerta.

Es geht um viel Schuld und wenig Sühne. Hätte den amerikanischen Anklägern
im Nürnberger Prozess die heutige Beweissituation vorgelegen, Quandt wäre nach heutiger Aussage des US-Chefanklägers als Kriegsverbrecher
verurteilt worden.

Das Vermögen, auf dem jegliche weitere Vermögensbildung aufbaut, ist zum großen Teil unrechtmäßig erworben worden. Es ist Blutgeld, mit vielen Toten bezahlt.

Mit den von einschlägigen Geschichtswissenschaftlern akribisch recherchierten Fakten konfrontiert, schweigt die Familie. Wiedergutmachungsforderungen werden ignoriert, Entschuldigungen bleiben aus, kämen sie doch einem Schuldeingeständnis gleich.

Gerade dieses Schuldeingeständnis wäre , verbunden mit angemessenen Wiedergutmachungsaktivitäten ein Schritt in die versöhnende Richtung.

Statt dessen beauftragt die Familie einen Geschichtswissenschaftler, die Familiengeschichte neu zu schreiben. Nur das gibt es nichts Neues zu schreiben. Die Fakten sind hinreichend bekannt. Was würde man davon halten, wenn eine süditalienische Familie einen Historiker beauftragen würde, ihre Geschichte neu zu schreiben.

Sühne würde die Familie auch Frieden mit sich selber finden lassen. Denn auch hier gibt es viele Tote. Die Familie kann vor ihrem Schatten nicht davon laufen; für alles Geld der Welt nicht.

Die Mutter Harald Quandts hat mit ihrem späteren Gatten, dem Reichspropagandamisister Goebbels, sechs weitere Kinder. Kurz vor Kriegsende werden die Kinder im Führerbunker auf Weisung der Eltern getötet, bevor sie sich selbst das Leben nehmen. Harald Quandt stirbt im Alter von 45 Jahren bei einem Flugzeugabsturz mit seiner eigenen Maschine auf dem Weg nach Frankreich. Seine geschiedene Frau
stirbt im Alter von 50 Jahren zu Weihnachten in ihrem Haus in Bad Homburg. Die Töchter sind im Haus. Zwei Tage nach ihrem Tod erschießt sich der Stiefvater der Töchter im selben Haus. Eine der Töchter beginnt eine teifgreifende Psychotherapie bei einem Hamburger Psychologen. Die jüngste der fünf Schwestern stirbt im Alter von nicht einmal vierzig Jahren.

Doch die Familie schweigt.

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