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Sofortprogramm Jugendschutz, Schutz vor Bayern?

Von KonRAD | 139 Klickz |

Laut einer heutigen Pressemitteilung wollen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Armin Laschet, Familienminister in Nordrhein-Westfalen, ein Sofortprogramm zum besseren Jugendschutz starten. Mit dieser Aktion soll der Bayrische Gesetzesvorstoss verhindert werden.

Das Hauptanliegen dieses Sofortprogramms besteht darin, einen sinnvollen Schutz für Kinder und Jugendliche vor gewaltverherrlichenden Medien zu bieten, ohne dabei Computerspiele zu verteufeln und Erwachsenen ihrer Selbstbestimmung zu berauben.

In dem Programm soll sich der Ankauf von Spielen und Filmen mit Gewaltinhalten deutlich erschweren. Per Definition werden die Medien, die “von Gewalt bestimmt werden”, unter ein automatisches Verkaufsverbot für Minderjährige fallen. Auch die die BPjM würde diese Titel nicht mehr prüfen und ein Händler, der solche Spiele an Kinder und Jugendliche unter 18 verkauft, macht sich strafbar.

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Auch die Kriterien für eine Indizierung sollen vereinfacht werden. So ziemlich jeder Egoshooter würde damit ausschließlich Erwachsenen vorbehalten bleiben, auch Strategiespiele könnten betroffen sein.

Desweiteren sollen, ähnlich wie auf Zigarettenpackungen aufgemachte Hinweise auf der Verpackung vor Gewalt in Spielen oder Filmen warnen.

Auch unser geliebter Herr Beckstein meldet sich zu Wort. Im heutigen Interview mit dem Stern würde Counterstrike laut Beckstein nicht unter die bayrische Definition des Killerspiels fallen und somit auch nicht in Deutschland verboten werden.

Wissen die eigentlich noch was die wollen?

Zeigt Euch

Zusammenfassung des Berichtes: alles bleibt so wie es ist und wir glauben es wäre alles viel besser als vorher. Verstanden?


Verwandte Tags: Counterstrike, Deutschland, Egoshooter, Games, Killerspiele, Stimmung


Grausam o.OÖdeJoarNice !Yeehaa !!!
10 Bewertung(en)
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9 Kommentare zu “Sofortprogramm Jugendschutz, Schutz vor Bayern?”

  • Crazy blogger sagt:

    Die Bayern wieder…

  • Macromafia Blog sagt:

    Killerspiele … Drucksache 76/7…

    Nach dem letzten Amoklauf eines Schüler in Emsdetten hat sich in Deutschland viel getan. Politiker, Populisten und Moralapostel haben sich vereint um die Schuld für solche Taten sogenannten Killerspielen in die Schuhe zu schieben.

    KillerspieleTrau…

  • Alien sagt:

    Schon nach Erfurt kam die Diskusision auf und wurde verschärfungen verabschiedet jetzt kommen statt des Waffengesetzes was nichts gebracht hat halt die Spiele dran geht soweit weiter bis sie auf die wirklichen ursachen gestossen sind. aber einige Spiele sind wirklich nicht gerade als Freizugebend zu bezeichnen zum Beispiel American Army was ja gezielt darauf ausgelegt ist Soldaten und zuküftige Soldaten auf einen Kriegseinsatz vorzubereiten.

  • Warnhinweise auf “Killerspiel”-Verpackungen - vernetzt sagt:

    [...] Wer noch viel, viel, tristere Vorschläge für Warnhinweise auf Spieleverpackungen sehen möchte, wird im Macromafia Blog fündig. [...]

  • Kantenflimmern » Exklusivinterview mit Ursula von der Leyen: “Killerspiele stinken” sagt:

    [...] (Nein, das Interview hat so nicht sattgefunden. Ja, es ist Satire) Von der Leyens Blödsinn macht schon die Runde: 360.net Golem Taschenrakete Jan fragt, ob ihn mal wer kneifen könnte Warnhinweise auf Videospielen? Wieso nicht: Vernetzt und die Macromafia schauen in die Zukunft Heise YAMB mit toller T-shirt Idee: „Ficken: Ja! Töten: Nein! Auch nicht zum Spaß.“ Eurogamer.de Eurogamer.de (zum Thema “Sofortprogramm”) Knochentrocken kennt echte Gewalt in Spielen Killerspiele (Technorati) [...]

  • KonRAD sagt:

    EA reagiert sofort, Pressestatement von EA:

    „Computer- und Videospiele, die ab 18 Jahren freigegeben sind, gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Die Leyen-Laschet-Initiative kann dazu beitragen, Minderjährige besser vor ungeeigneten Inhalten zu schützen“. Mit diesen Worten kommentiert Thomas Zeitner, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland, das heute vorgestellte Sofortprogramm von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihrem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet.

    Maßnahmen, die dazu geeignet sind, den Verkauf von nicht altersgerechter interaktiver Unterhaltung an Kinder und Jugendliche zu verhindern, sind nach Einschätzung von Electronic Arts grundsätzlich zu begrüßen. Dazu zählen eine verstärkte Kontrolle des Handels ebenso wie deutlichere Alterskennzeichnungen auf den Verpackungen. Eine personelle Verstärkung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), wie sie von der Leyen und Laschet fordern, ist danach folgerichtig und hilft der Prüfinstanz bei ihrer wichtigen Aufgabe.

    Nun müssen die vorliegenden Vorschläge in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft überprüft und konkretisiert werden. Insbesondere bei der geplanten Kommunikationsoffensive gibt es Überschneidungen zu bereits bestehenden, gut funktionierenden Initiativen: Zeitner. „Wir stehen weiterhin als Gesprächspartner bereit.“

    Das Sofortprogramm unserer Familienministerin kam gut an. Den Bayern den Wind aus den Segeln genommen, können sich sogar die Spieleproduzenten mit dem “Angebot” anfreunden, ist es wohl das kleinere Übel der bissherigen Vorschläge. Dies ändert natürlich nichts an der Tatsache, das nach wie vor kein sog. Killerspiel für einen Amoklauf verantwortlich und alles wieder einmal nur heiße Luft um nix war.
    Der heutige Bericht der Unicef spricht Bände für Ursachen und Wirkungen auf Kinder in unserer Gesellschaft. Wir haben ganz andere Probleme als Computerspiele: Unicef Bericht

  • KonRAD sagt:

    Videobeitrag zum Unicefbericht im Mittagsmagazin 14.Februar 2007

    Auch der Deutsche Kulturrat gab nun sein Statement zum Thema ab:

    “Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände tritt für Kunst-, Publikations- und Informationsfreiheit ein. Er fordert deshalb die Politikerinnen und Politiker in Bund und Ländern auf, bei ihren geplanten gesetzlichen Schritten zum Schutz von Jugendlichen vor Computer- und Videospielen nicht über das Ziel hinaus zu schießen.

    Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt: ‘Zurzeit beobachten wir mit Sorge, wie sich Bund und Länder gegenseitig mit immer neuen Vorschlägen überbieten, um den Vertrieb von Computerspielen einzuschränken. Es ist gut, wenn die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle gestärkt wird. Ebenso ist zu begrüßen, wenn der Handel stärker in die Pflicht genommen wird, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten und auf die Kennzeichnung hinzuweisen. Weiter muss ein besonderes Augenmerk auf die Verstärkung der Medienkompetenz gerichtet werden. Bei der Debatte um Gewalt in Computerspielen darf aber nicht über das Ziel hinausgeschossen werden. Erwachsene müssen das Recht haben, sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen bzw. entsprechende Spiele zu spielen. Die Meinungsfreiheit und die Kunstfreiheit gehören zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten. Die Kunstfreiheit ist nicht an die Qualität des Werkes gebunden. Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele.’”

  • Hauptmann sagt:

    So, das Thema ist im Bundesrat vorerst wieder vom Tisch:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,466839,00.html

    Dies war ja sowieso zu erwarten, da diese Debatte zu polemisch und ohne schlagkräftige Argumente geführt wurden ist – außerdem läßt sich doch die Games-Industrie (welche mittlerweile einen größeren Umsatz hat als die Musik- oder Filmindustrie) nicht das Geschäft auf einem ihrer größten Absatzmärkte vermiesen … ;)
    Somit sehe ich auch in Zukunft recht schwarz für ein Verbot von sogenannten “Killerspielen”.

  • KonRAD sagt:

    Jugendschutz bezüglich Computerspielen ist nicht nur in Deutschland ein heißes Thema. In Vietnam wurde nun ein Gesetz eingeführt, welches Jugendlichen untersagt, mehr als fünf Stunden am Tag online zu spielen. Für die Einhaltung des Gesetzes sind die Betreiber von Onlinespielen verpflichtet worden.

    So muss jeder Account eines Minderjährigen nach dem Überschreiten des Spiellimits für den aktuellen Tag deaktiviert werden. Die Folgen sind teilweise drastisch für die Unternehmen, einige beklagen einen Rückgang zwischen 25-50%. Andere Jugendliche umgehen dieses Problem, in dem sie auf ihren zweiten Account zugreifen.

    Die Betreiber, Spieler und selbst die Industrie- und Handelskammer haben gegen das Gesetz Einspruch erhoben. Urteile stehen aber noch aus.

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