Deutschland liegt im weltweiten Vergleich der Universitäten nur im Mittelfeld, obwohl wir uns gern als „Bildungsnation“ bezeichnen. Aber würde die Gründung von Elite-Universitäten wirklich den gewünschten Effekt bringen und Deutschland wieder an die Weltspitze katapultieren?
In anderen Ländern (USA, GB) gibt es schon seit längerem Elite-Hochschulen, aber ist das ein Grund für Deutschland jetzt auf diesem Gebiet nachzuziehen?
Jeder weiß wie es um den Finanzhaushalt steht und das Geld nun mal nicht an den Bäumen wächst ist auch jedem bekannt. Wie sollen diese Superhochschulen also finanziert werden? Streicht man anderen Hochschulen dann einfach ein Teil des Budgets, um es in die Elite zu investieren?
Tatsache ist, dass die normalen Hochschulen, die dann im Schatten der Elite-Unis stehen, hinter diesen zurückstecken müssen. Der Stärkere bezwingt den Schwächeren.
Das nächste Problem ist die Spaltung der Studenten in zwei Gruppen. Studenten die finanziell stärker sind beziehungsweise aus reicheren Verhältnissen stammen sind von Anfang an im Vorteil und die, die nötige Voraussetzungen ebenso erfüllen könnten aber an der finanzielle Hürde scheitern, sind klar benachteiligt. Das ist in meinen Augen die Vorstufe zur Zweiklassengesellschaft der Bildungsebene.
Die gegenwärtige Situation in Ländern die Elite-Unis unterstützen ist doch so, dass Studenten die zum Beispiel an der Harvard University studieren auf dem Arbeitsweltmarkt ausschließlich Spitzenpositionen belegen werden. Hingegen die Studenten an weniger Hochdotierten Universitäten nicht den Ruf der Uni an ihrer Seite haben.
Außerdem kann die Rückkehr Deutschlands an Weltspitze durch die Gründung einer Elite Uni von heute auf morgen nicht erreicht werden. Außerdem ist die Tradition von Universitäten wie Harvard oder Cambridge ein entscheidender Aspekt, der sie automatisch zu elitären Hochschulen und somit zu Topadressen macht.
Der geplante Schritt, die Bildung der Elite-Hochschulen, ist meiner Meinung nach ein Schritt in die falsche Richtung, nämlich in die Vergangenheit, als sich Reiche Bildung leisten konnten und Ärmere and der Existenzgrenze leben mussten um sich zu bilden.
Es gibt genug Leute mit Talent und Wissen, die auch an einer Elite-Uni studieren könnte, wenn sie die finanziellen Mittel zur Verfügung hätten. Aber heutzutage wird den Studenten zur Kreditaufnahme geraten. Man solle erst einmal investieren…. Doch zahlt es sich später auch aus? Denn nach dem Studienabschluss steigt man verschuldet in das risikoreiche Berufsleben ein!!!
Related Tags: Allgemein, arbeit, Bildung, Deutschland, Gesellschaft



so ist das eben, arbeitslos werden und ruhe sag ich da^^