Entwicklung der digitalen Fotografie
Geschichtlicher Abriss der Digitalfotografie
1981 kann man als Geburtsjahr der Digitalfotografie bezeichnen. Auf der Photokina in Köln stellten zum ersten Mal die renommierten Hersteller, wie Nikon oder Canon, ihre Lösungen für die Digitalfotografie, allerdings damals vorrangig für den Profigebrauch, vor.
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Es gab zwar auch schon in den 50igern die Digitalfotografie, doch war dies nur im Labor möglich. Lösungen die den normalen Anwender betraf waren notwendig. Gerade Sony, eigentlich eher in der Musikbranche, in der damaligen Zeit, anzutreffen entwickelte die erste digitale Kamera und gab so den Startschuss für das „Wettrüsten“ unter den renommierten Herstellern. Diese erste digitale Kamera heißt „MAVICA“. Sie konnte Standbilder aufnehmen und auf 2Zoll Disketten speichern. Im eigentlichen Sinne war sie keine richtige Digitalkamera da sie zwar einen CCD-Chip zum umwandeln der Bilder besaß aber noch immer die Bilder per analoges Videosignal auf den Disketten gespeichert werden.
Wenn man sich die Bilder anschauen wollte musste man ein spezielles Abspielgerät an den Fernseher anschließen. Für den gebrauch der Bilder auf einen PC, musste das Videosignal wieder mit einem analog/digital Konverter digitalisiert werden.
1984 setzte Canon zum ersten Mal richtige Anwenderkameras bei den Olympischen Spielen ein. Die Vorteile dieser Kamera waren das sie die geschossen Bilder mittels eines Transmitters, in die Redaktion, über die Telefonleitung, gesendet werden konnten. Von daher waren die Tageszeitungen immer mit aktuellen Bildern gefüttert und konnten sofort bearbeitet werden. Kostenpunkt für diese Kamera war 2000€ und besaß ein sehr Lichtstarkes 11-66 mm Zoom Objektiv. Doch noch immer war ein Abspielgerät von Nöten und der Komplettpreis für die gesamte Ausrüstung betrug 20000€. Die Auflösung betrug 200000 Pixel, ist nicht zu vergleichen mit den heutigen Kameras, aber für die Qualität der Zeitung war es vollkommen ausreichend. 1984 wurde der Prototyp dann noch mit diversen Programmen bestück, wie zum Beispiel die Serienbildfunktion und eine Blendenautomatik. In der folgenden Zeit entwickelten alle Hersteller fieberhaft an der Weiterentwicklung und für die Anwenderfreundlichkeit.
1990 war der Durchbruch der Digitalfotografie. Kodak entwickelte die DCS-100 mit einem fünf Kilogramm schweren Schwarz-Weiß Monitor zum tragen. Diese Kamera einen CCD-Sensor mit 1,3 Millionen Pixel. Für die damaligen Verhältnisse eine Wahnsinns Auflösung. Aber ebenso Wahnsinnig war der Preis von 30000€.
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Die erste anwenderfreundliche Kamera für den Ottonormal Verbraucher kam allerdings von einem Hersteller mit dem keiner so richtig gerechnet hat. Logitech entwickelte die erste Digitalkamera die mit Batterien betrieben war und eine integrierte Docking-Station besaß. Eigentliche entwickelte Logitech bis dahin ausschließlich PC-Zubehör und unter dieser Rubrik lief auch der Verkauf dieser kleinen Digitalkamera. Technische Daten dieser Kamera ist eine Auflösung von 376×240 Pixel mit 265 Graustufen und der Bildspeicher hatte Platz für 32 Bilder auf einen 4MB „größen“ DRAM. Kostenpunkt dieser kleinen handlichen Gebrauchskamera war zur damaligen Zeit 1000€ und konnte sich somit auf dem Markt sehen lassen. Die Bedienung war sehr Benutzerfreundlich, es gab nur einen Knopf für den Auslöser. Ein und Ausschalten der Kamera war auch nicht möglich.
Im Großen und Ganzen kann man die Entwicklung der Digitalkamera mit der von Windows vergleichen. Genauso wie das Betriebssystem entwickelten sich die Kameras in einem rasanten Tempo. Die Preise fielen in den vergangenen 16 Jahren auf nahezu ein zehntel der damaligen Kosten und heute bekommt man schon eine sehr gute Kamera für 100€.
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